Das Heilfasten nach Buchinger ist eine ganzheitliche Fastenmethode, bei der für einen bestimmten Zeitraum vollständig auf feste Nahrung verzichtet wird, um Körper, Geist und Seele zu regenerieren.
Während der Fastentage werden ausschließlich Flüssigkeiten wie Gemüsebrühen, Obst- und Gemüsesäfte, Kräutertees sowie Wasser aufgenommen. Ziel ist es, den Körper zu entlasten, den Stoffwechsel zu harmonisieren und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Methode wurde von Dr. Otto Buchinger entwickelt, der durch eigene Erfahrungen mit Heilfasten von chronischem Gelenkrheuma geheilt wurde. Neben den gesundheitlichen Vorteilen steht auch die mentale und spirituelle Dimension des Fastens im Vordergrund.
Fasten ist eine Möglichkeit, sich durch den Verzicht auf äußere Ablenkungen auf das Wesentliche zu besinnen, die eigene Existenz zu reflektieren und authentischer mit sich selbst und der Welt zu sein.
Ist Heilfasten etwas für mich?
Ob Heilfasten etwas für Sie ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die sowohl Ihre gesundheitliche Verfassung als auch Ihre persönlichen Ziele betreffen. Hier einige Überlegungen, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können:
JA | NEIN | |
Gesundheitliche Verfassung | wenn Sie grundsätzlich gesund sind und keine schweren Vorerkrankungen wie z. B. Diabetes, Herzkrankheiten oder Essstörungen haben. | wenn Sie schwanger sind, stillen, oder unter chronischen Erkrankungen leiden, die eine konstante Ernährung erfordern. In diesen Fällen sollte Fasten nur unter ärztlicher Aufsicht und Beratung durchgeführt werden. |
Ziel des Heilfastens | wenn Sie Ihr Immunsystem stärken, Ihren Körper entgiften und sich von körperlichen oder geistigen Belastungen erholen möchten. wenn Sie die Praxis des Fastens als Möglichkeit sehen, eine tiefere Achtsamkeit für Ihren Körper und Ihre Essgewohnheiten zu entwickeln. | |
Bereitschaft und Motivation | wenn Sie bereit sind, sich auf den Prozess des Fastens einzulassen, Ihre gewohnten Essgewohnheiten zu überdenken und sich während des Fastens ausreichend Ruhe und Erholung zu gönnen. wenn Sie ein Interesse an spirituellen oder emotionalen Aspekten des Fastens haben und diese als Bereicherung für Ihre Lebensweise sehen. | |
Unterstützung und Betreuung | wenn Sie die Möglichkeit haben, sich während des Fastens von Fachleuten begleiten zu lassen. |
Allgemeiner Ablauf des Heilfastens
Der Ablauf des Heilfastens erfolgt in mehreren Phasen. Hier ein allgemeiner Überblick:
1. Vorbereitungsphase (1-2 Tage):
Der Körper wird auf das Fasten vorbereitet um den Übergang vom normalen Essen zum Fasten zu erleichtern.
• Reduzierung von schwer verdaulichen und säurebildenden Lebensmitteln (z. B. Fleisch, Zucker, Alkohol).
• Einführung von leichter, basischer Kost wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
• Viel trinken, vorzugsweise Wasser oder ungesüßte Tees.
• Vermeidung von Koffein und Nikotin, um Entzugserscheinungen zu minimieren.
2. Fastenphase (typischerweise 5-14 Tage)
Ziel ist es den Körper von Toxinen zu befreien, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den Stoffwechsel zu entlasten. • Ernährung: Während des Fastens wird keine feste Nahrung aufgenommen. Stattdessen werden Flüssigkeiten wie:
• Ernährung: Während des Fastens wird keine feste Nahrung aufgenommen. Stattdessen werden Flüssigkeiten wie: - Gemüsebrühen (zur Mineralstoffzufuhr), - Frische Säfte (meist Obst- oder Gemüsesäfte, idealerweise selbst gepresst), - Wasser (idealerweise Mineralwasser oder Quellwasser), - Kräutertees (zur Unterstützung der Entgiftung).
• Ruhe und Entspannung: Viel Schlaf und Ruhe sind wichtig, um dem Körper die Möglichkeit zur Regeneration zu geben.
• Bewegung: Sanfte Bewegung wie Spaziergänge, Yoga oder leichtes Stretching kann förderlich sein, jedoch sollten anstrengende Aktivitäten vermieden werden.
• Überwachung: Der Gesundheitszustand sollte regelmäßig überwacht werden, insbesondere bei längeren Fastenperioden.
3. Aufbauphase (etwa halb zu lang wie die Fastenphase)
Der Körper wird wieder langsam an feste Nahrung gewöhnt und der Verdauungstrakt wird schonend aktiviert.
• Leichte Kost wie gedünstetem Gemüse, Brühen und leicht verdauliche Lebensmittel (z. B. Reis, Kartoffeln) werden eingenommen.
• Schwer verdauliche und fettige Lebensmittel werden noch vermieden. Der Stoffwechsel soll nicht gleich überlastet werden.
4. Nachbereitung und Integration (langfristig)
Wunderbar wäre es , wenn dass gewonnene Wohlbefinden und die positiven Effekte des Fastens langfristig bewahrt werden. Dies bedeutet für den Alltag:
• Eine ausgewogene, basenreiche Ernährung (viel frisches Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und gesunde Fette).
• Das Fasten sollte als regelmäßige Praxis in den Lebensstil integriert werden, z. B. durch intermittierendes Fasten oder saisonale Fastenkuren.
• Gesunde Gewohnheiten und Achtsamkeit auf den eigenen Körper zu entwickeln, sind ein Erfolgsgarant im Alltag.